Venezuela im Fadenkreuz
Informations- und Diskussionsveranstaltung
mit der Botschafterin der Bolivarianischen Republik Venezuela,
Dr. Blancanieve Portocarrero
Wie glaubhaft sind die Nachrichten über das lateinamerikanische Land?
Der Kölner Buchautor Ingo Niebel und Mitglieder von Venezuela Avanza
München werden anhand konkreter Beispiele erläutern, wie venezolanische
und europäische Gegner des politischen Prozesses versuchen, diesen zu
diskreditieren und den Präsidenten Hugo Chávez als Psychopathen
darzustellen und wie dieses Bild von Venezuela über die spanische
Tageszeitung „El País“ bis in deutsche Medien und akademische
Publikationen verbreitet wurde.
Ingo Niebel ist Autor des Buches „Venezuela not for sale“ (Berlin,
2006) und hat mehrmals Lateinamerika bereist.
Mittwoch, 15. November 2006, 19 Uhr
EineWeltHaus
Schwanthalerstraße 80
München
5 Fabriken -
Arbeiterkontrolle in Venezuela
Ein Film von Dario Azzellini und Oliver Ressler
In ihrem nach "Venezuela von unten" zweiten Film über die
politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini
und Ressler in "5 Fabriken - Arbeiterkontrolle in Venezuela" den
Fokus auf den industriellen Sektor.
Die Veränderungen im Produktionsbereich Venezuelas werden anhand von
fünf Großunternehmen in unterschiedlichen Regionen dargestellt: einer
Aluminiumhütte, eines Textilunternehmens, einer Tomatenfabrik, einer
Kakaofabrik und einer Papierfabrik.
Von den Beschäftigten erkämpft und durch Kredite der Regierung
unterstützt, breiten sich in Venezuela verschiedene Formen der Mit- und
Selbstverwaltung aus. "Die Versammlung ist praktisch der Chef des
Unternehmens", erklärt Rigoberto López von der Textilfabrik
"Textileros del Táchira". Und die Arbeiterin Carmen Ortíz fasst die
Erfahrung so zusammen: "In der Kooperative zu arbeiten ist viel
besser, als für andere zu arbeiten, denn das ist wie ein Sklave der
anderen zu sein."
Die in den fünf Fabriken an den Produktionsorten aufgenommenen
Protagonistinnen und Protagonisten geben Einblicke in alternative
Organisationsweisen und Modelle von Arbeiterkontrolle. Die Mechanismen
und Schwierigkeiten der Selbstverwaltung werden ebenso geschildert wie
die profanen Abläufe der Produktion. Die abgebildeten maschinellen
Arbeitsprozesse könnten als Metapher für die Wunschmaschine "Bolivarianischer
Prozess" gelesen werden und für die Hoffnungen und Sehnsüchte, die
dieser bei den Arbeiterinnen und Arbeitern weckt.
Filmpräsentation und Diskussion mit Dario Azzellini Freitag, 9. Juni 2006, 21 Uhr im Filmtheater "Maxim", Landshuter Allee 33 ... danach Mojitos und Musik
Eine Veranstaltung im Rahmen von la mirada distinta -
einer internationalistischen Veranstaltungsreihe des Kulturladens
Westend und des Ökumenischen Büros München
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Oficina Ecumenica por la Paz y la Justicia
Pariser Str. 13
81667 München
Telefon: + 49-89-4485945
Telefax: + 49-89-487673
E-Mail: info@oeku-buero.de
Web: http://www.oeku-buero.de
Dienstag, 26. September 2006, 20 Uhr
5 Fabriken - Arbeiterkontrolle in Venezuela
Ein Film von Dario Azzellini und Oliver Ressler
In ihrem (nach "Venezuela von unten") zweiten Film über die
politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini
und Ressler in "5 Fabriken - Arbeiterkontrolle in Venezuela" den
Fokus auf den industriellen Sektor.
Die Veränderungen im Produktionsbereich Venezuelas werden anhand von
fünf Großunternehmen in unterschiedlichen Regionen dargestellt: einer
Aluminiumhütte, eines Textilunternehmens, einer Tomatenfabrik, einer
Kakaofabrik und einer Papierfabrik.
Von den Beschäftigten erkämpft und durch Kredite der Regierung
unterstützt, breiten sich in Venezuela verschiedene Formen der Mit- und
Selbstverwaltung aus. "Die Versammlung ist praktisch der Chef des
Unternehmens", erklärt Rigoberto López von der Textilfabrik "Textileros
del Táchira". Und die Arbeiterin Carmen Ortíz fasst die Erfahrung so
zusammen: "In der Kooperative zu arbeiten ist viel besser, als für
andere zu arbeiten, denn das ist wie ein Sklave der anderen zu sein."
Die in den fünf Fabriken an den Produktionsorten aufgenommenen
Protagonistinnen und Protagonisten geben Einblicke in alternative
Organisationsweisen und Modelle von Arbeiterkontrolle. Die Mechanismen
und Schwierigkeiten der Selbstverwaltung werden ebenso geschildert wie
die profanen Abläufe der Produktion. Die abgebildeten maschinellen
Arbeitsprozesse könnten als Metapher für die Wunschmaschine
"bolivarianischer Prozess" gelesen werden und für die Hoffnungen und
Sehnsüchte, die dieser bei den Arbeiterinnen und Arbeitern weckt.
Dienstag, 26. September 2006, 20 Uhr
im Weltraum U09
EineWeltHaus
Schwanthalerstraße 80
München
Eine Veranstaltung von Venezuela Avanza München
Freitag, 9. Juni 2006, 21 Uhr
5 Fabriken -
Arbeiterkontrolle in Venezuela
Ein Film von Dario Azzellini und Oliver Ressler
In ihrem nach "Venezuela von unten" zweiten Film über die
politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini
und Ressler in "5 Fabriken - Arbeiterkontrolle in Venezuela" den
Fokus auf den industriellen Sektor.
Die Veränderungen im Produktionsbereich Venezuelas werden anhand von
fünf Großunternehmen in unterschiedlichen Regionen dargestellt: einer
Aluminiumhütte, eines Textilunternehmens, einer Tomatenfabrik, einer
Kakaofabrik und einer Papierfabrik.
Von den Beschäftigten erkämpft und durch Kredite der Regierung
unterstützt, breiten sich in Venezuela verschiedene Formen der Mit- und
Selbstverwaltung aus. "Die Versammlung ist praktisch der Chef des
Unternehmens", erklärt Rigoberto López von der Textilfabrik
"Textileros del Táchira". Und die Arbeiterin Carmen Ortíz fasst die
Erfahrung so zusammen: "In der Kooperative zu arbeiten ist viel
besser, als für andere zu arbeiten, denn das ist wie ein Sklave der
anderen zu sein."
Die in den fünf Fabriken an den Produktionsorten aufgenommenen
Protagonistinnen und Protagonisten geben Einblicke in alternative
Organisationsweisen und Modelle von Arbeiterkontrolle. Die Mechanismen
und Schwierigkeiten der Selbstverwaltung werden ebenso geschildert wie
die profanen Abläufe der Produktion. Die abgebildeten maschinellen
Arbeitsprozesse könnten als Metapher für die Wunschmaschine "Bolivarianischer
Prozess" gelesen werden und für die Hoffnungen und Sehnsüchte, die
dieser bei den Arbeiterinnen und Arbeitern weckt.
Filmpräsentation und Diskussion mit Dario Azzellini Freitag, 9. Juni 2006, 21 Uhr im Filmtheater "Maxim", Landshuter Allee 33 ... danach Mojitos und Musik
Eine Veranstaltung im Rahmen von la mirada distinta -
einer internationalistischen Veranstaltungsreihe des Kulturladens
Westend und des Ökumenischen Büros München
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Oficina Ecumenica por la Paz y la Justicia
Pariser Str. 13
81667 München
Telefon: + 49-89-4485945
Telefax: + 49-89-487673
E-Mail: info@oeku-buero.de
Web: http://www.oeku-buero.de
Montag, 15. Mai 2006, 20 Uhr
Café Marat im Tröpferlbad
Thalkirchner Straße 104
Venezuela:
Soziale Kämpfe und neue Gewerkschaftsbewegung
Veranstaltung mit Stalin Pérez Borges
Mitglied der Nationalen Koordination
des venezolanischen Gewerkschaftsbundes UNT
Verdeckte Interventionen aus den USA und Europa gegen
die Bolivarianische Republik Venezuela
Veranstaltung mit dem Journalisten und Historiker Ingo Niebel
Mittwoch, 30. November 2005, 19 Uhr, Eine-Welt-Haus
München, Schwanthalerstraße 80
Eine Veranstaltung von Venezuela Avanza München mit Unterstützung von
BOLA (Basisorganisation Linksabbieger der
Linkspartei.PDS München)
Club-Voltaire
DKP
EineWeltHaus
Freundschaftsgesellschaft
BRD-Kuba
Gegenentwurf e.V.
Granma International
Kurt-Eisner-Verein
SDAJ
"Früher oder später können Sie mit Chávez nicht weitermachen, so wie er
sich benommen hat. Wenn die Frage sein sollte, es früher oder später zu
tun, dann tun Sie es früher. Später wird die Überraschung geringer
sein."
Klaus-Jürgen Hedrich, CDU-Bundestagsabgeordneter, laut Washington
Times, Mai 2004
"... eine besorgniserregende und negative Kraft in Lateinamerika"
Condoleezza Rice, US-Außenministerin, April 2005
"Wir besitzen die Fähigkeit, ihn zu eliminieren, und ich glaube, daß
der Moment gekommen ist, diese Fähigkeit anzuwenden."
Pat Robertson, US-Fernsehprediger, Ex-Präsidentschaftskandidat und
Bush-Unterstützer, August 2005
Seit seinem Wahlsieg 1998 steht der venezolanische Präsident Hugo
Chávez im Fadenkreuz der US-Regierung und ihrer Geheimdienste:
2002 scheiterte der von Washington und Madrid
unterstützte Staatsstreich;
2003 überstand Chávez die als "Ölstreik" getarnte
Sabotageaktion;
2004 gewann Chávez das gegen ihn gerichtete
Abwahlreferendum.
Die Chancen stehen gut, daß er 2006 auch die Präsidentschaftswahlen
gewinnen wird - falls er bis dahin noch lebt. Neokonservative
US-Autoren haben angekündigt: "Die Zeit läuft ab." Der Regierung Bush
bleiben nur zwei Optionen, um Chávez loszuwerden: die militärische
Intervention oder die Subversion von innen.
Ihr Ziel ist es einerseits, die absolute Kontrolle über die Öl- und
Gasvorkommen sowie den daraus resultierenden Petrodollars
zurückzugewinnen. Andererseits gilt es, der Sozialpolitik der
bolivarianischen Revolution, die beispielhaft für ganz Amerika ist, den
Garaus zu machen. Washington geht es um die Sicherung seiner
schwindenden Vormachtstellung in Südamerika und in der Karibik.
Dabei helfen deutsche Politiker und deren Parteistiftungen. Die
"transatlantische" Zusammenarbeit zur Unterminierung des
Selbstbestimmungsrechts einer Nation hat sich bewährt: in Chile 1973,
in Portugal 1974 und in Spanien 1975/1981. Venezuela könnte das nächste
Land auf dieser Liste sein, denn in Deutschland ist die Große
Anti-Chávez-Koalition schon seit 2003/2004 Realität. Sie folgt den
Leitlinien der US-Geopolitik.
Wie sie das macht, zeigt der Vortrag, indem er die Haltung deutscher
Politiker zur Bolivarianischen Republik Venezuela vor dem historischen
Hintergrund erfolgreicher Interventionen erklärt und sie in
Zusammenhang mit der aktuellen US-Politik gegen Caracas stellt.
Venezuela - ein anderer Weg ist
möglich
Zu Gast bei Venezuela Avanza München
Freitag, 20. Mai 2005, 19.00 Uhr Eine-Welt-Haus,
Schwanthalerstraße 80, München:
Die venezolanische Verfassung von 1999
als
Gegenentwurf zum Neoliberalismus
Informationsveranstaltung und Filmvorführung mit
Dr. Erich Wartecker
Jurist aus Wien.
Internationaler Wahlbeobachter im Referendumsprozess 2003/2004 in
Venezuela.
Er ist Kenner und Begleiter des verfassungsgebenden Prozesses in
Venezuela.
Die neue Verfassung wurde 1999 in einer Volksabstimmung angenommen.
Seitdem werden in Venezuela weitreichende demokratische und soziale
Rechte für die Bevölkerung garantiert.
Jahrzehntelang musste Venezuela
die Konsequenzen neoliberaler Politik über sich ergehen lassen. In
diesem ursprünglich sehr reichen Land (fünftgrößter Ölexporteur der
Welt!) leben ca. 80% der Einwohner in bitterer Armut, während Reichtum
und Einfluss der kleinen Oberschicht für Europäer kaum vorstellbar
sind. Mehrere Volksaufstände der Armen wurden in den achtziger und
neunziger Jahren militärisch niedergeschlagen: es gab Tausende von
Toten.
1998 wird Hugo Chávez zum
Präsidenten Venezuelas gewählt, vor allem mit den Stimmen aus den
Elendsvierteln, weil er die Öleinnahmen allen Venezolanern zukommen
lassen will. Seine Regierung startet unter anderem ein kostenloses
Alphabetisierungsprogramm und ruft eine flächendeckende
Gesundheitsversorgung der Armenviertel ins Leben. Diese wird mit Hilfe
von über 10.000 kubanischen Ärzten realisiert, die in den Armenvierteln
leben und die Bedürftigen kostenlos versorgen.
Mittlerweile hat die Regierung
unter Hugo Chávez neun demokratische Wahlen und Abstimmungen gewonnen.
1999 wurde mittels einer Volksabstimmung mit 88% Zustimmung
beschlossen, eine neue Verfassung zu erarbeiten. Der Entwurf wurde in
allen Schichten der Bevölkerung leidenschaftlich diskutiert und durch
Anträge verändert. In einer weiteren Volksabstimmung wurde diese
Verfassung 1999 mit 72% Zustimmung angenommen - man vergleiche
hierzu unsere Möglichkeiten bei der EU-Verfassung!
Schwerpunkte der neuen Verfassung
sind unter anderem:
Recht auf Teilnahme am
politischen Entscheidungsprozess (partizipative Demokratie) mit der
Möglichkeit der vorzeitigen Abwahl aller gewählten Mandatsträger bis
hin zum Präsidenten
Rechte der indigenen
Bevölkerung (territoriale Selbstbestimmung, Anerkennung der Sprachen)
Recht auf Teilhabe am
gesellschaftlichen Reichtum (z.B. darf die Ölindustrie nicht
privatisiert werden)
Verpflichtung des Staates zur
Abschaffung des Großgrundbesitzes; Förderung der Kleinbauern
Rechte der arbeitenden Menschen
(insbesondere auch der Frauen; so wird Hausarbeit als gesellschaftlich
wertvolle Arbeit mit Recht auf soziale Sicherheit definiert)
Verbot der Privatisierung der
sozialen Sicherungssysteme
Kostenlose Schul- und
Hochschulbildung sowie kostenlose Gesundheitsversorgung
Offensichtlich ist eine solche
Verfassung für die traditionellen Eliten im In- und Ausland derart
bedrohlich, daß die Opposition, im Verein mit den hohen Militärs, den
privaten Medien, dem US-Geheimdienst, der obersten Kirchenleitung und
der Industrievertretung 2002 einen Putsch durchführte. Dabei wurde die
Verfassung sofort außer Kraft gesetzt. Dieser Putsch scheiterte jedoch
schon nach zwei Tagen durch einen Volksaufstand, vor allem der Armen.
Der Referent gibt einen kurzen
Überblick über die jüngste politische Entwicklung in Venezuela mit
besonderem Gewicht auf der aktuellen Situation und den Rechten der
indigenen Völker.
Hauptthema: Entstehung, Inhalt und Verwirklichung der Bolivarianischen
Verfassung von Venezuela.
Freitag, 20. Mai 2005, 19.00 Uhr Eine-Welt-Haus,
Schwanthalerstraße 80, München
Eine Veranstaltung von Venezuela Avanza München
mit freundlicher Unterstützung von
Club Voltaire
Cuba Solidaritätsgemeinschaft GRANMA e.V.
DKP
fdj
Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba
Gegenentwurf e.V.
Interkulturelles Forum des Eine-Welt-Hauses
Kurt-Eisner-Verein für Politische Bildung in
Bayern e.V.