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Die Realität Lateinamerikas in einem Bild zusammengefasst

Stadtbild CaracasLaut UNO ist Lateinamerika die Region mit den größten Unterschieden zwischen Arm und Reich, weltweit.
Einer kleinen Schicht Reicher und Superreicher, die oftmals im Ausland leben, steht eine ungeheuere Anzahl von Menschen gegenüber, die jahrzehntelang arm und ärmer wurden.

Die Politik der dominierenden Oberschicht bestand darin diese Reichtumskonzentration auszubauen und gleichzeitig sich vor der Bevölkerungsmehrheit abzuschotten und ihre Privilegion zu schützen.

Diese Politik, oftmals unter dem Schlagwort "neoliberal" zusammengefasst, hatte und hat die Sympathie der Metropolen und der Konzerne, da es ihren Interessen entgegen kam und kommt.

Jeder Versuch diese Besitzverhältnisse zu ändern wird bekämpft, wie wir das an der medialen Berichterstattung über die linken Regierungen erfahren. Politik für die Bevölkerungsmehrheit wird als "populistisch" verunglimpft, im Gegensatz zur "seriösen" Wirtschafts- und Sozialpolitik, die nur der Oberschicht diente.


Das Bild wurde im Norden von Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, aufgenommen.



Carolus WimmerInterview mit Dr. Carolus Wimmer,
gebürtiger Münchner, lebt und arbeitet seit Anfang der 70er Jahre in Venezuela.
Der frühere Direktor für internationale Beziehungen beim venezolanischen Parlament ist mittlerweile Abgeordneter und Vizepräsident des Lateinamerikanischen Parlamentes in Sao Paolo. In den Interviews beschreibt er die Situation und die Stimmung vor und seit Beginn der Linksregierung unter Hugo Chavez.

Interview 2004 - Situation, Widersprüche und Hoffnungen des revolutionären Prozesses.
Interview 2006 - "In Venezuela ereignen sich Dinge, die seit 500 Jahren überfällig sind."


Übersicht über die wirtschaftliche Entwicklung Venezuelas.
Ende 1998 löste die Linksregierung unter Hugo Chavez die neoliberale Politik seiner Vorgänger ab. Man halte sich die Medienkampagne bei uns vor Augen, die uns glauben machen will, die wirtschaftliche Situation hätte sich seit damals verschlechtert. Das Gegenteil ist der Fall, was auch die Wahlerfolge der Linksregierung erklärt.
Im Jahr 2002 führte die Opposition einen Staatsstreich durch, dessen Ziel es nach eigenen Aussagen war 12-15 Jahre Militärdiktatur nach chilenischem Vorbild zu errichten. Dieser Putsch brach nach 2 Tagen durch einen Volksaufstand zusammen. Die Mehrheit Putschisten flohen in die USA, wo sie seitdem Asyl genießen.
2003 legte die Opposition die Wirtschaft lahm, indem sie einen Unternehmerstreik organisierte und die Ölindustrie monatelang lahmlegte.
Beide Ereignisse wirkten sich dramatisch auf die wirtschaftlichen Kennzahlen dieser Jahre aus.

Inflation
1989 – 81.0%
1990 – 36.5%
1991 – 31.0%
1992 – 31.9%
1993 – 45.9%
1994 – 70.8%
1995 – 56.6%
1996 – 103.2%
1997 – 37.6%
1998 – 29.9% - Amtsantritt der Chavez-Regierung
1999 – 20.0%
2000 – 13.4%
2001 – 12.3%
2002 – 31.2% - Putschversuch der Opposition
2003 – 27.1% - Sabotage der Ölindustrie durch die Opposition
2004 – 19,2%
2005 - 14,4%
2006 - 13,6 %
2007 - 18,7%
2008 - 30,4%
2009 - 36,5%
Inflation 1984-2007 (Diagramm)

Rüstungsausgaben (Quelle: CIA-Factbook)
Welt (durchschnitt): 2%
Deutschland: 1,5%
Österreich: 0,9%
Uruguay: 1,6%
Peru: 1,5%
Brasilien: 2,6%
Chile: 2,7%
Kolumbien: 4%
Venezuela: 1,2%
alternative Quelle: http://milexdata.sipri.org/  (Schwedische Regierungsorganisation, mit aktuelleren Daten).
Aller Propaganda zum Trotz rangiert Venezuela lt. CIA-Homepage auf Platz 130 der Länder, nach Rüstungsausgaben (CIA-Ranking)

Devisenreserven
1998: 8260 Mio. US$
15.10.2010: 29830  Mio. US$ 

Bei der Zunahme der Devisenreserven ist zu beachten, dass seit 2006 mehrere Unternehmen zurückgekauft (entprivatisiert) wurden, welche die Vorgängerregierungen damals billigst an das Ausland verscherbelten (z. B. der Telekommunikationskonzern CANTV, Banco de Venezuela, aber auch Ölförderanlagen). Die Devisenreserven wären ansonsten noch um einen zweistelligen Milliardenbetrag höher.

BIP in Mrd. USD
2001: 126.2
2002: 94.6 - Putschversuch der Opposition
2003: 85.3 - Sabotage der Ölindustrie durch die Opposition
2004: 100.6
2005: 106.1
2006: 181.5
2007: 236
2008: 319.4
2009: 294.3 - weltweite Finanzkrise

BIP-Veränderung in Prozent
2000: +3,2%
2001: +2.7%
2002: -8,9% - Putschversuch der Opposition
2003: -7,6% - Sabotage der Ölindustrie durch die Opposition
2004: 17,9%
2005: 7,9%
2006: 10,3%
2007: 8,4%
2008: 4,8%
2009: -2,2 %   - weltweite Finanzkrise

Arbeitslosenquote
2000: 14,1%
2001: 11,0%
2002: 16,0%- Putschversuch der Opposition
2003: 18,2%- Sabotage der Ölindustrie durch die Opposition
2005: 15.3%
2006: 10.4%
2007: 6.2%
2008: 7,1%
2009: 7,9%

Auslandsverschuldung
1998: 36 Mrd. US$,
2006: 26.73 Mrd. Us$

Anteil der Auslandverschuldung am BIP
2004: 39%
2005: 34%
2006: 19,1%
2007: 19,3% (31.12.2007)
2008: 13,8% (31.12.2008)

Zunahme des Konsums (Angaben ggü.Vorjahr)
Quelle: www.panodi.com
Beruhend auf Daten des oppositionsnahen Umfrageinstitutes Datanalisis
2004: +16%
2005: +15,5%
2006: +15%
2007: +19%

Bevölkerungsanteil in Armut
1998: 49%
Ende 2009: 23%

Bevölkerungsanteil in extremer Armut
1998: 21%
Ende 2009: 8,2%

Human Development Index (HDI, UNO)
1998: 0,78
2009: 0,84

Gini-Koeffizient (gibt die soziale Ungleichheit wieder)
1998: 0,48
2009: 0,39 

Durchschnittlicher Kalorienverbrauch
1999: 2120 kcal - Amtsantritt der Chavez-Regierung
2010: 2780 kcal  - Zunahme um 31% ggü. 1999 
Zusammengestellt: Alberto 09/2009; ergänzt 11/2010

 

Ergebnisse Regionalwahlen vom Dezember 2012

Quelle: CNE (Nationale Wahlbehörde)

Wahlergebnis nach Bundesstaaten 2012





Ergebnis vorgezogene Präsidentschaftswahlen (04/2013)

Wahlergebnis nach Bundesstaaten

Präsidentschaftswahl 2013
Quelle: CNE (Nationale Wahlbehörde)


Mediale Kreuzzüge: Die Rolle der Massenmedien in Lateinamerika

Von Karl-Ludolf Hübener

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/878690/

"In Lateinamerika sind die Medien zu 80 bis 90 Prozent in Händen mächtiger Familien und Wirtschaftsgruppen. Einige Medienkonzerne konnten ihre marktbeherrschende Stellung im Schutze von Militärdiktaturen auf- und ausbauen. Die einstigen Propagandisten autoritärer Macht erteilen nun Lektionen in Demokratie. Jeder Versuch, die Medien zu demokratisieren, stößt auf ihren Widerstand.

Nach der neoliberalen Ausplünderung am Ende des letzten Jahrhunderts versuchen linke Reformregierungen in Lateinamerika, soziale und wirtschaftliche Alternativen durchzusetzen. Der Widerstand dagegen wird von mächtigen Medienkonzernen intoniert. Selbst Unterhaltungs- und Kochsendungen werden zur Agitation gegen Reformpolitik genutzt. Beim Putschversuch gegen Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez stärkten die Kommerzkanäle den Putschisten den Rücken.

Auf dem Subkontinent sind die Medien zu 80 bis 90 Prozent in Händen mächtiger Familien und Wirtschaftsgruppen. Einige Medienkonzerne konnten ihre marktbeherrschende Stellung im Schutze von Militärdiktaturen auf- und ausbauen. Die einstigen Propagandisten autoritärer Macht erteilen nun Lektionen in Demokratie. Jeder Versuch, die Medien zu demokratisieren, stößt auf ihren Widerstand. Öffentliche Lizenzen werden von medialen Großgrundbesitzern wie ewiges feudales Erbrecht verstanden, Lizenzentzug als Attentat gegen die Pressefreiheit denunziert...."
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